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Aus bisher ungeklärten Umständen kam es in den Mittagsstunden am Freitag, den 26.06.2026 zu einem größeren Brandereignis im Waldgebiet zwischen Großensees und Klenau. Eine weithin sichtbare gräuliche Rauchsäule über dem Wald veranlasste mehrere aufmerksame Personen einen Notruf abzusetzen.

Die Leitstelle Weiden alarmierte daraufhin nach dem Stichwort „Brand Wald groß“ woraufhin 5 Feuerwehren, die UG-ÖEL sowie die Kreisbrandinspektion die Einsatzstelle anfuhren. Obwohl die Rauchsäule weithin sichtbar war, stellte sich die genaue Lokalisation des Brandgebietes, in dem weitläufigen Waldgebiet, als sehr schwierig heraus. Von keinem Weg aus war das Feuer zu erkennen. Der zeitgleich in Weiden-Latsch gestartete Luftbeobachter kreise kurz nach dem Eintreffen der Wehren bereits über der Einsatzstelle und lotste die Einsatzkräfte an den Waldbrand heran. Nur durch Fußtrupps konnte eine Lageerkundung durchgeführt werden.

Entgegen ersten Meldungen war eine Fläche von etwas über 5 Hektar betroffen welche mitten im Waldgebiet liegt betroffen. Das Herankommen an das Feuer war nur zu Fuß über schlechte Steige und Rückegassen möglich. Die erste Angriffsleitung vom Waldweg aus war über 400m lang und wurde von den Kameraden bei etwas über 36°C per schweißtreibender Muskelkraft in kurzer Zeit erledigt. Im Verlauf der Brandbekämpfung wurden 2 weitere Angriffsleitungen aufgebaut, so dass das Feuer von 3 Seiten bekämpft werden konnte. An jeder der 3 Angriffsleitungen errichteten die Einsatzkräfte sogenannte Faltbehälter, in welchen das Löschwasser zwischengelagert wurde. Von dort aus wurde das Wasser mit Tragkraftspritzen zum Feuer gefördert.

Den Transport von Löschwasser, welches in großen Mengen gebraucht wurde, konnte anfangs mit Löschfahrzeugen der Feuerwehr, jedoch sehr schnell auch durch Landwirte mit Güllefässern sichergestellt werden. Die Landwirte waren innerhalb kürzester Zeit vor Ort, füllten an der Wondreb ihre Fässer und transportierten diese zu den Übergabestationen. Insgesamt waren etwa 10 Gespanne im Einsatz. Dafür ein herzlicher Dank von der Feuerwehr. Die Zusammenarbeit war hervorragend, die Kooperation „Gemeinsam gegen Feuer“ mit den Landwirten des KFV hat sich hier voll bewährt.

Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen mussten die Einsatzkräfte immer wieder nach kürzeren Zeiten ausgewechselt werden, was noch weitere Nachalarmierungen zur Folge hatte. Zudem mussten auch noch Kräfte für einen jederzeit möglichen weiteren Einsatz, sowie weitere Ablösungen zurückgehalten werden, so dass bei den Nachalarmierungen auch weiter entfernte Feuerwehren zum Einsatz kamen. Die Versorgung mit Getränken und Verpflegung war ein wichtiger Part der Logistik. Das BRK war mit starken Kräften, wie etwa einer Verpflegungskomponente, Sanitätsdienst und der Sanitätseinsatzleitung vor Ort. Ebenso waren Kräfte der Bergwacht mit einem Einsatzquad und ein Fachberater des THW an der Einsatzstelle.

Der Einsatz zog sich am Freitag bis in die Nachtstunden, die Feuerwehr Großensees führte zudem die ganze Nacht und am nächsten Morgen weitere Kontrollen durch. Nach einer Rücksprache der Einsatzleitung begonnen wir am darauffolgenden Samstag um 07.30 Uhr mit weiteren Nachlöscharbeiten. Wiederum waren 5 Wehren und die Drohneneinheit im Einsatz. Auch am Samstag führten die Landwirte wieder das Löschwasser an die Einsatzstelle heran. Der komplette Rückbau der Angriffsleitungen und somit vollständiges Einsatzende wird erst im Verlauf der nächsten Woche vollständig abgeschlossen sein.

Die Einsatzleitung lag beim 1. Kommandanten der FFW Grossensees, Thomas Lindner, der vom KBR Stefan Gleißner, KBI Wolfgang Wedlich und der UG-ÖEL unterstützt wurde. Insgesamt waren von den 21 beteiligten Feuerwehren etwa 180 Feuerwehrleute im Einsatz, hinzu kommen etwa 40 Kräfte des BRK und der Bergwacht.

Von der Landkreisführung ergeht ein herzliches Dankeschön an alle Helfer der beteiligten Wehren und Organisationen und vor allem an die Landwirte.

Im Einsatz waren:

Alarmierte Wehren: (Erstalarm)
Mitterteich
Großensees
Waldsassen
Leonberg
Pleußen
Konnersreuth, Drohneneinheit
UG-ÖEL, KBR/KBI/KBM

Nachalarmierte:
Pechofen
Königshütte
Großensterz
Wernersreuth
Voithenthan
Querenbach
Schönhaid
Wiesau
Thumsenreuth
Tirschenreuth
Fuchsmühl
Pfaffenreuth
Rosall
Kondrau
Friedenfels

 

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