LKW mit Diesel beladen droht umzukippen
Einsatzbericht:
Herausfordernder Einsatz mit glücklichem Ende:
LKW mit Diesel beladen droht umzustürzen
Am Vormittag des 24. Juni 2026 ging bei der ILS Oberpfalz Nord die Meldung ein, dass auf einer Baustelle ein mit Kraftstoff beladener LKW im Zuge eines notwendigen Ausweichvorgangs in Schräglage geraten war und drohte, eine Böschung hinabzustürzen.
Dem umsichtigen Verhalten des Fahrers des LKW ist es zu verdanken, dass der LKW nicht noch weiter in Richtung Böschung abrutschte.
Die zunächst eintreffende Freiwillige Feuerwehr Beidl führte umgehend eine Lageerkundung durch und alarmierte zur Unterstützung die Feuerwehr Plößberg nach. Kreisbrandinspektor Klaus Schicker und Kreisbrandmeister Florian Trießl eilten ebenfalls zur Einsatzstelle, um die Lage zu beurteilen und die Einsatzleitung zu unterstützen. Nach erster Lagebesprechung wurde zudem die Feuerwehr Windischeschenbach mit ihrem Rüstwagen nachalarmiert, um mit der bordeigenen Seilwindenanlage eine zusätzliche Sicherung des Fahrzeugs zu gewährleisten.
Als glücklicher Umstand erwies sich die unmittelbare Nähe zu einer Großbaustelle: Ohne nennenswerten Zeitverlust konnte auf schwere Baumaschinen zurückgegriffen werden. Mitarbeiter der Baufirma brachten sofort eine schwere Raupe zum Einsatz, die als zusätzlicher Sicherungspunkt diente und den LKW mit einer Stahlkette sicherte. Parallel wurde ein 50-Tonnen-Bagger hinzugezogen, der zunächst einen Erdwall aufschüttete, sich anschließend darauf positionierte und mit der Baggerschaufel eine Art Widerlager bildete, um ein vollständiges Umstürzen des Fahrzeugs im Ernstfall zu verhindern.
Nach erfolgreicher Absicherung wurde die Ladung – insgesamt 10.000 Liter Diesel und 2.500 Liter Heizöl – mithilfe eines zusätzlich angeforderten Tanklastzugs umgepumpt und der LKW so vollständig entlastet. Anschließend konnte das Fahrzeug kontrolliert aus seiner misslichen Lage befreit und wieder auf sicheren Untergrund gebracht werden.
Da ein Umstürzen und das damit verbundene Auslaufen von über 12.500 Litern Kraftstoff bis zur endgültigen Sicherung nicht ausgeschlossen werden konnte, alarmierte Kreisbrandinspektor Klaus Schicker vorsorglich die Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) im Landratsamt Tirschenreuth und informierte diese über den weiteren Einsatzverlauf und mögliche Folgemaßnahmen. Ein Auslaufen der Ladung hätte weitreichende Konsequenzen nach sich gezogen: In der Nähe der Einsatzstelle verlief ein Bachlauf, über diesen sich die Kraftstoffe ungehindert über viele Kilometer ausbreiten hätten können.
Um dies bestmöglich zu verhindern, wurde auch direkt mobile Öl- und Saugsperren zur Einsatzstelle verbracht, um direkt auf die Gefahr reagieren zu können. Glücklicherweise konnte aufgrund des in der Folge positiven Einsatzverlaufes jedoch auf deren Einsatz verzichtet werden.
Dem schnellen, umsichtigen und professionellen Handeln aller Beteiligten – ausdrücklich einschließlich der sofort zur Hilfe eilenden Baufirma – ist es zu verdanken, dass der Einsatz ohne Sachschäden und ohne jegliche Umweltverschmutzung beendet werden konnte.
Angesichts der herrschenden Hitze wurde für Einsatzkräfte außerhalb des unmittelbaren Gefahrenbereichs bewusst eine Erleichterung der Schutzausrüstung angeordnet.
Ort:
Schlagwort: #T27l5#klein#Fahrzeug sichern
Stichwort: THL 1
Prio. : 1 (1 : Notfall / 2 : dringend / 3 : nicht zeitkritisch)
TIR FF Beidl,
TIR FF Plößberg,
TIR FF KBI Bereich IV / Schicker,
TIR FF KBM Bereich III - 3/1 Trießl,
NEW FF Windischeschenbach,
TIR LRA Ansprechpartner FüGK